Corona

Was wir gegen die psychischen Auswirkungen des Coronavirus tun können

 

Wir Menschen mögen Gewissheit und hassen Unsicherheit. Wir wollen Kontrolle behalten vor allem auch in Situationen, die sich für uns bedrohlich anfühlen. Momente der Unsicherheit – wie wir sie jetzt erleben - erzeugen grundsätzlich Stress. Umso mehr, wenn wir das Gefühl haben, existentiell bedroht zu sein. Das erzeugt Angst, aber auch das Gefühl der Hilflosigkeit.

Ein großer Teil der Angst kommt von dem Gefühl, was wir unserer Meinung nach kontrollieren sollten, aber nicht können. Und wir machtlos sind.  Im Moment machen sich viele von uns Sorgen um COVID-19, das als „Coronavirus“ bekannt ist.  Wir fühlen uns möglicherweise hilflos darüber, was passieren wird oder was wir tun können, um weiteren Stress zu verhindern. Ganze Branchen befinden sich in einer gefühlt existentiellen Situation. Die Unsicherheit könnte auch mit unserer Unsicherheit über andere Aspekte unseres Lebens zusammenhängen oder uns an vergangene Zeiten erinnern, in denen wir uns nicht sicher fühlten und die unmittelbare Zukunft ungewiss war.

Die Auswirkungen des Coronavirus sind für viele weitaus belastender als das Virus selbst. Es wird viel über Infizierte gesprochen, über mögliche Todesraten, aber wenig über die Betroffenen der Nebenwirkungen: die Unternehmer und deren Mitarbeiter. Ja Gesundheit geht über alles, aber es geht eben nicht nur um physische Gesundheit, sondern auch um psychische und existentielle Gesundheit.

In Zeiten wie diesen kann unsere psychische Gesundheit leiden. Das Gefühl der Machtlosigkeit bringt uns oft dazu, uns zurück zu ziehen; bringt uns zu dem Gedanken, dass es ohnehin egal ist, was wir tun. Gerade als Unternehmer ist das mitunter das gefährlichste. Denn wir alle - und im Besonderen als Unternehmer - leben davon, Dinge zu gestalten auch in schwierigen Situationen. Wir gestalten, also sind wir. Geben wir das nicht aus der Hand: Die Möglichkeit der Gestaltung. Aktiv zu bleiben.

Was können wir als Mensch, als Unternehmer oder als Arbeitnehmer nun tun, um uns in eine positive, gesunde Herangehensweise zu bringen:

 

Trennen Sie das, was Sie kontrollieren, von dem, was Sie nicht kontrollieren können. Es gibt Dinge, die Sie tun können, und es ist hilfreich, sich auf diese zu konzentrieren.  Alles, was zu Ihrer physischen Gesundheit beträgt (z.B. alles, was Sie auch gegen Grippe tun würden), aber auch das, was Ihre psychischen Gesundheit erhält. Begrenzen Sie Ihren Nachrichtenverbrauch (Müssen Sie wirklich wissen, was auf einem Kreuzfahrtschiff passiert, auf dem Sie nicht sind? Oder Bilder aus italienischen Krankenhäusern sehen?). Die passende Kommunikation mit mir selbst entscheidet in diesen Situationen, wie ich diese möglichst erfolgreich bewältige.

 

Tun Sie das, was Ihnen hilft, sich sicher zu fühlen. Das ist für jeden etwas anders und es ist wichtig, sich nicht mit anderen zu vergleichen. Konzentrieren Sie sich auf die Dinge, die ihnen Sicherheit geben und vermeiden Sie ständige Gedanken an die Unsicherheit: Ihre psychische Gesundheit leidet darunter. Konzentrieren Sie sich auf das Positive in diesen Zeiten und auch auf das generell Positive.

 

Gehen Sie nach draußen in die Natur - aber meiden Sie Menschenmassen und halten am besten 2m Abstand. Das hilft sowohl Ihrer körperlichen als auch geistigen Gesundheit. Frische Luft, Sonnenstrahlen geben uns ein angenehmes Gefühl und das Vitamin D, das dabei erzeugt wird, hilft unserem Immunsystem.

 

Fordern Sie sich heraus, in der Gegenwart zu bleiben. Wir denken oft nicht nur darüber nach, was gerade passiert, sondern projizieren auch in die Zukunft. Wenn Sie sich Sorgen um etwas machen, das noch gar nicht passiert ist, bringt Sie das mehr in ein unangenehmes Gefühl und verstärkt Emotionen wie Hilf- und Machtlosigkeit. Ebenso verhält es sich mit Spekulationen und Worst-Case-Szenarien. Vermeiden Sie diese, bis Sicherheit über die realen Auswirkungen und den Zeitverlauf besteht. Beschäftigen Sie sich als Unternehmer/in aber mit den Fördermöglichkeiten und betreiben Sie diese aktiv. Im Persönlichen: Erleben Sie bewusst die Eindrücke Ihrer 5 Sinne in Ihrem unmittelbaren Moment und benennen Sie sie. Achtsamkeitsaktivitäten sind eine Möglichkeit, ruhig zu bleiben und sich selbst zu vertrauen, wenn sich Dinge außerhalb Ihrer Kontrolle und unsicher anfühlen. Eindrücke Ihrer 5 Sinne geben Ihnen  in jedem Fall Sicherheit, erleben Sie sie bewusst.

 

Bleiben Sie in Verbindung mit Menschen und wenden Sie sich gerne an mich, wenn Sie weitere Unterstützung benötigen. Sprechen Sie mit vertrauenswürdigen Freunden darüber, was Sie fühlen. Wenn Sie sich hilflos fühlen, mit Ihrer psychischen Gesundheit zu kämpfen haben oder als Unternehmer Befürchtungen wegen Ihres Geschäftes haben, können Sie sich gerne an mich wenden, um Unterstützung zu erhalten. Sie müssen nicht allein mit Ihren Sorgen sein und es kann beruhigend sein, Ihre Erfahrungen zu teilen. Sie können gerne die Möglichkeit eines kostenlosen Telefontermins nützen.

 
Was uns das Coronavirus über die Kommunikation mit uns selbst und anderen sagen kann
 

Sie werden sich sicher fragen, was das Coronavirus mit Kommunikation zu tun hat. Nun, das Virus selbst nicht (ausgenommen, dass auch Viren und Bakterien in gewisser Art und Weise miteinander kommunizieren), sondern das, was es auslöst und wie wir darauf reagieren. Ich denke es gibt dieser Tage kaum jemanden, der nicht irgendwann über das Coronavirus kommuniziert. Zum Einen mit uns selbst: Wir machen uns Gedanken, ob es für uns oder unser Umfeld gefährlich ist, was wir tun können, um es nicht zu bekommen. Manche von uns reagieren aufgrund der Kommunikation mit sich selbst (also des internen Gedankenprozesses) mit Angst, andere wiederum mit "ich verstehe die Panik nicht" oder mit "alles übertrieben". Manche können weder mit dem einen noch mit dem anderen etwas anfangen. 

 

Was auch immer wir denken, wie immer wir mit uns selbst kommunizieren, hat jedenfalls Konsequenzen für unser Handeln. Und das ist beim Coronavirus so, aber auch bei allen unseren Situationen, Entscheidungen, Einschätzungen, Bewertungen also bei allem, das unser Leben ausmacht. Was wir denken bestimmt unsere Leben. Und damit können wir unser Leben auch gestalten. Mit dem, was wir denken. Und wenn wir bereit sind anders zu denken, dann können wir auch etwas verändern.

Bei der Kommunikation mit anderen bezüglich des Virus ist es nicht anders. Auch hier bestimmt nicht das Virus selbst das, was passiert, sondern unsere persönliche und gesellschaftliche Kommunikation. Alle Maßnahmen, die getroffen werden, sind eine Folge von Kommunikation zwischen Menschen. Und anhand des Coronavirus' lassen sich Kommunikationsprozesse sehr gut nachvollziehen und wir können sehen, was Luhmann schon in seiner Systemtheorie sagte: Alle Systeme bestehen ausschließlich aus Kommunikation. Ob das System Ich selbst bin, Familie, Unternehmen oder Gesellschaft. 

Das Coronavirus ist eins von vielen Viren, mit denen wir konfrontiert sind. Die genauen Gefahren sind von niemanden wirklich einschätzbar, selbst Experten haben unterschiedliche Auffassungen. Aber erst die Kommunikation darüber macht die Situation zu der, der wir jetzt ausgesetzt sind. Auch wir als Person, als Familie oder als Unternehmen erschaffen erst durch spezielle Kommunikation die Situationen für uns selbst; und durch unsere interne Kommunikation können wir sie auch ändern, ihnen eine andere Richtung geben. Wir gestalten, also sind wir.

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